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Boris Mahn - Vizepräsident Leistungssport - im Gespräch

Gespräch am 05.05.2023

Der Liebe wegen kam Boris Mahn 1995 als 15-jähriger zum Verein Shirokuma. Die Liebe ging, Boris blieb, wahrscheinlich weil er sich schon mit neun Jahren für „Karate Kid“ begeistert hatte und nach durchaus erfolgreichen Jahren in der Leichtathletik und im Turnen endlich seinen wirklichen Sport gefunden hatte.


Bereits 1997 nahm er an seinem ersten Turnier teil und arbeitete bei der Sportjugend mit. Durch den Wettkampf bezieht Boris seine Motivation, mehr als durch die obligatorischen Gürtelprüfungen. Durch die Turnier-Aktivitäten wurde er bald stellvertretender Jugendvertreter. An Mitbestimmung scheint ihm gelegen zu sein.


Dann bewegte er sich eine Weile frei im Raum und engagierte sich punktuell bei der Ausrichtung von Turnieren wie dem Berliner Shotokan Cup, den Deutschen Meisterschaften oder der Premier League in Berlin bzw. bei Veranstaltungen wie dem in Berlin stattfindenden DKV-Tag.

Bei Shirokuma war Boris Wettkampftrainer und dann auch bei Nippon, wo bekanntlich die Stilrichtung Wado-Ryu betrieben wird. Somit kam er nicht nur als Lehrender sondern auch als Lernender, der sich die Wado-Katas aneignete. Das lief dann auch ziemlich gut und Boris holt seither alleine und im Team auf vielen Wettbewerben Titel. Außerdem ist er inzwischen im DKV Wado-Ryu-Team-Trainer für Kata.


Vor vier Jahren konnte der Berliner Karate Verband Boris als Leistungssportreferenten gewinnen und seit etwa einem Jahr war er kommissarisch eingesetzter Vizepräsident Leistungssport, bis er am 30.03. von der Mitgliederversammlung in diesem Amt bestätigt wurde.


Es ist schon phänomenal, wie er den Beruf als Schulsozialarbeiter, sein Familienleben, den Sport und das Ehrenamt unter einen Hut bekommt. Da bleibt einem nur neidlos anzuerkennen, dass manche Menschen leistungsfähiger- und leistungsbereiter sind als andere.

Boris wirkt bei den ganzen Aktivitäten immer ziemlich entspannt, zugewandt und gut gestimmt, was eine Zusammenarbeit mit ihm angenehm gestaltet.


Klar, dass er als Vizepräsident des BKV mit Elan an die Umsetzung von Vorhaben geht.

Zunächst soll bei den Berlin Open weiterhin die attraktive Ausstrahlung ausgebaut werden, die die Veranstaltung zu einem der größten Karate-Turniere Deutschlands gemacht hat. Boris meint, dass wir auch im Karate dem Ruf der Sporthauptstadt Berlin gerecht werden können.

Die Infrastruktur ist vorhanden und für Sportler*innen, die nach Berlin anreisen, ist es interessant, im Wettkampf in verschieden Disziplinen spannende Gegner*innen zu treffen und das Turnier mit einem Sightseeing-Trip zu verbinden. Bei den Berlin Open wird die gesamte Bandbreite des Karate abgebildet und die Stadt ist ein guter Ort, den Karatefreunden wieder zu begegnen.


In seiner Zeit als Leistungssportreferent hat Boris damit begonnen, den Kader transparenter aufzustellen. Es sollen Trainingsziele definiert und der Zugang zum Kader transparent gestaltet werden. Mehr Vereine mit ihren Sportler*innen sollen zum Wettkampfsport animiert werden. Erfolgreiche Athlet*innen müssen in Zusammenarbeit mit ihren Heimtrainer*innen beim strukturierten Leistungsaufbau begleitet werden.


Für den BKV wünscht sich Boris klare Definitionen von (Referenten-)Aufgaben und schlankere Arbeitsabläufe für die Geschäftsstelle. Vom Ehrenamt erwartet er eine hohe Verbindlichkeit und im Gegenzug das Ehrenamt mehr zu stärken. Er stellt sich die Verleihung von Ehrenamtspreisen, Veranstaltungen für Ehrenamtler*innen und mehr Sichtbarkeit für das Ehrenamt vor.


Das, was Boris zwischen Nippon und Shirokuma und somit zwischen dem Wado-Ryu und Shotokan im gemeinsamen Training seit Jahren erlebt und praktiziert, möchte er im gesamten Verband vertiefen und unterstützen. Ansätze zur Zusammenarbeit kann man glücklicherweise überall beobachten und die gilt es zu vertiefen. Als Landesverband sind wir zu klein, um „Kleinstaaterei“ zu betreiben. Besser wäre es, die Energien zu bündeln.


Verf.: Brigitte Benjes




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