Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwa 500 n. Chr. zurückreichen und der von chinesischen Mönchen, die keine Waffen tragen durften, als gymnastischen Übungen zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wieder. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" soviel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinn heißt das, dass der Karateka (= Karatekämpfer) waffenlos ist. Das "leer" ( Kara ) ist aber auch ein ethischer Anspruch: Der Karateka soll sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um immer angemessen handeln zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch deutlich: Das entscheidende Ziel ist nicht Sieg oder Niederlage sondern vielmehr die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration. Die Achtung des Gegners und Partners steht dabei an oberster Stelle.
Goju-Ryu Karate
Diese Stilrichtung, die elegant und optisch äußerst ansprechend ist, muss unter verschiedenen Aspekten gesehen werden. Jeder, der Karate betreibt hat die Chance, eine ihm adäquate und für seine Körpereignung günstige Stilrichtung zu wählen.
Bei Karate werden nicht nur Muskeln trainiert, sondern der Körper als Ganzes und damit wird auch der eigene "Geist " auf Vordermann gebracht.
Hier werden die Elemente ( Go = hart ) mit weichen Elementen ( Ju = weich ) verknüpft. Wörtlich übersetzt heißt Goju-Ryu der Weg des Harten und Weichen.
Prägnant sind die kurzen Stände mit kraftvollen Techniken.
Ein Wechselspiel mit harmonischen und starken Techniken bilden die Basis dieser Stilrichtung.
Entwicklung
des Goju-Ryu Karate-Do in Deutschland Text: Regine Becker Quelle: Goju-Ryu Karate-DoNachschlagwerk für Anfänger 1. Auflage 1991
Mitte der 60iger Jahre kam Fritz Nöpel als erster Vertreter der Stilrichtung Goju-Ryu nach mehrjährigem Japanaufenthalt zurück nach Deutschland und gründete in Dortmund das erste Goju-Ryu Dojo. Herr Fritz Nöpel, heute 8. Dan, ist ein Vertreter des Yushinkan-Dojo / Osaka, und ein Schüler verstorbenen Thomoharu Kisaki 9. Dan .
Etwa zur gleichen Zeit kam Hari Schäfer, ebenfalls nach mehrjährigem Japanaufenthalt, nach Berlin zurück und gründete ebenfalls ein Dojo, Seibukan e.V. in Berlin. Herr Schäfer ist ein Vertreter des Seibukan / Kyoto und Schüler des verstorbenen Masufumi Suzuki 10. Dan .
Anfang der 70iger Jahre gründete Herr Tokio Funasako sein erstes Dojo in Baden-Württemberg. Herr Funasako ist ein Vertreter des Gojukai, der von dem Legendären Gogen Yamaguchi in Tokyo gegründet wurde.
Anfang der 80iger Jahre gründete Stanko Kumer in Neutraubling sein erstes Dojo. Herr Kumer ist ein Vertreter des Kenbukan / Wakayama, und ein Schüler des im letzten Jahr verstorbenen Herrn Tabata, 5. Dan .
2. Spaß, Fitness und Selbstverteidigung
Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ein idealer Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags. Der Karateka trainiert neben seiner Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit auch seine Körperbeherrschung, Selbstdiziplin und sein Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Partner. Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung. Und ganz nebenbei ist Karate eine sehr wirksame und praktische Art der Selbstverteidigung, bei der Kraft und körperliche Statur eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger sind neben Schnelligkeit und Geschicklichkeit vor allem Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, sondern seine Selbstbehauptung behält, kann sich sinnvoll verteidigen. Diese Aspekte machen Karate -Selbstverteidigung insbesondere auch für Frauen und ältere Menschen interessant.
Die einzelnen Goju-Ryu Gruppen trainierten lange Jahre ohne Verbindung untereinander, bis Anfang der 70iger Jahre der GKD e.V. gegründet wurde, um eine Stärkung des Goju-Ryu in Deutschland herbeizuführen. Im Jahr 1977 gehörte der GKP e.V. zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Karat Verband e.V. . Dem DKV e.V. gelang es erstmalig, alle in Deutschland vertretenen Karatestilrichtungen in einem Verband zu vereinigen und die Annerkennung des Karate als Sportart durch den Deutschen Sportbund herbeizuführen.
Wedellstrasse 26, 12247 Berlin - Peter Frankenfeld Schule
Ostpreußendamm 8-17, 12207 Berlin - Stadion Lichterfelde
Osdorfer Strasse 52, 12207 Berlin - Carl - Schuhmann - Sportanlage
01. Mai 2010 Goju-Ryu Karate-Do Lehrgang mit Fritz Nöpel (9. Dan, Hanshi), Michael Hoffmann (6. Dan), Prof.-Dr. Franz Diemand
(6. Dan) und Wilson Sturm (4. Dan) - Ausschreibung siehe Termine in Berlin oder www.tsunami-berlin.de
Ort: Carl-Schuhmann-Sporthalle, Osdorfer Str. 52, 12207 Berlin-Lichterfelde-Süd
Zeit: 10.00-18.00 Uhr Einlass 9.15 Uhr
02. Mai 2010 Goju-Ryu Dan-Prüfung - Prüfer: Fritz Nöpel (9. Dan, Hanshi), Michael Hoffmann (6. Dan) u. Prof.-Dr. Franz Diemand
(6. Dan) - Ausschreibung siehe Termine in Berlin oder www.tsunami-berlin.de
Ort: Carl-Schuhmann-Sporthalle, Osdorfer Str. 52, 12207 Berlin-Lichterfelde-Süd
Zeit: Ab 9.30 UhrUhr Einlass 8.45 Uhr
6. News 2010
Berliner Meister - Kata/Leistungsklasse der Männer - 1. Platz belegte Ilyass Daiyf von Tsunami Berlin
Herzlichen Glückwunsch!
In Deutschland sind die bekanntesten Goju-Ryu Schulen, das Yuishinkan (Fritz Nöpel - 9.Dan, Hanshi, Ulrich Heckhuis - 7. Dan, Frank Beeking 6.Dan, Thomas Richtsteig 4.Dan u.a.), das Goju-Kai (Michael Hoffmann - 6.Dan, Klaus Fingerle 6.Dan, Prof. Dr. Franz Diemand 5.Dan, Andreas Ginger 3.Dan u.a.).
Das bekannteste Lehrvideo für Goju-Ryu Kata (Autor: Andreas Ginger- Deutscher Meister Kata Masterklasse 2006), das auch vom DKV empfohlen wird (siehe DKV-Shop Budolife und KARATE-Fachzeitschrift), enthält zusätzlich die Kataausführungen des Goju-Kai und zusätzlich alle Taikyoku-Katas) .