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Update: Do., 22.04.2010
    Ergebnisliste
Bilder Berliner Meisterschaften der Leistungs- und Masterklasse 2010

Man konnte es sich an diesem milden Februarwochenende vielleicht kaum noch vorstellen, aber vor gerade einmal zwei Wochen versank Berlin mal wieder unter einer heftigen Schneefront. Zuviel der weißen Pracht jedenfalls für Berlins Sporthallen: Die Stadt sperrte kurzfristig alle zugeschneiten Hallen – ein Akt der Fürsorge, der natürlich grundsätzlich richtig war. Leider fielen daher unsere Berliner Meisterschaften erst einmal aus. Zum Glück konnten sie dann aber doch noch so rechtzeitig am 28. Februar stattfinden, dass der Start der Berliner Meisterinnen und Meister bei der kommenden DM in Völklingen nicht gefährdet ist. Für die Flexibilität aller Athleten, Schiedsrichter, Trainer und natürlich der beiden veranstaltenden Vereine Toruko und PSV daher ein großes Dankeschön vom Berliner Karate Verband.

 

Die BM 2010 der Leistungsklasse und der Masterklasse boten das gewohnte Bild: In der Leistungsklasse dominierte Banzai die Kumite-Disziplinen (11 von 21 Titeln). In den Kata-Wettbewerben war natürlich DOKAN am stärksten, doch die Dominanz eines einzelnen Vereins ist hier nicht so spürbar wie im Kumite. Auch Shirokuma, der SKB, Seimitsu und der ACB sind in Berlin seit Jahren konstant erfolgreiche Vereine. Rechnet man die Ergebnisse der Leistung- und Masterklasse zusammen, ergibt sich folgendes Bild: Unsere drei erfolgreichsten Berliner Vereine waren der SC Banzai mit 11 Titeln, Shirokuma mit 5 Titeln und DOKAN mit 3 Titeln. Natürlich hatte das Starterfeld etwas unter der Verschiebung der Meisterschaften gelitten – nicht alle Vereine konnten auf ihre ursprünglich gemeldeten Wettkämpfer zurückgreifen. In der Masterklasse gab es daher einige etwas schwach besetzte Disziplinen. Das war natürlich schade – aber wenn das mit dem Klimawandel stimmt, sollten die Berliner Hallen ja in Zukunft dem Winter wieder gelassener entgegenblicken können.

 

Die Masterklasse bot einige „Klassiker“ der Berliner Wettkampfszene – etwa Heiko Kuppi gegen Carsten Walther (beide DOKAN), Marlis Gebbing (Shirokuma) gegen Norma Neemann (KFF), oder auch Joachim Grupp (SKB) gegen Bernd Brezinski (Shirokuma). Vielleicht wird es mal Zeit, dass hier einige Newcomer für ein bisschen frischen Wind sorgen? Aber wenn man die Leistungen dieser erfahrenen Wettkämpfer sieht, muss man sagen: Sie werden es schwer haben …

Ergebnisse der Masterklasse

Sandra Zagrodny-Mosmondor (DOKAN) gewann die Kata-Masterklasse der Ü30, Boris Mahn mit einer großartigen Unsu den gleichen Wettbewerb der Männer. Katja Meyer (All Style Team) sicherte sich den Titel bei den Damen Ü40, Heiko Kuppi (DOKAN) bei den Männern. Wie im letzten Jahr war auch hier das Finale wieder ein direktes Kräftemessen Kuppis mit Vereinskollege Carsten Walther. Dessen Gojushiho Dai zeigte all die Reife und Meisterschaft Walthers, doch Kuppis Unsu überzeugte einfach durch ihre enorme Dynamik. Überhaupt gilt Heiko Kuppi ein besonderes Lob – schließlich schaffte er es, gleichzeitig auch noch in der Kata-Leistungsklasse anzutreten, wo er gegen doch etwas jüngere Gegner auch noch einen bemerkenswerten 3. Platz holte.

In der Masterklasse Kata Ü50 wusste Bernd Brezinski (Shirokuma) schon im voraus, dass das Finale gegen Joachim Grupp schwer werden würde: „Wenn er wieder mit seiner Sochin antritt …“ Und so kam es dann auch: Der Titel ging an Joachim (SKB) für seine gewohnt wuchtig vorgetragene Sochin. Bei den Herren über 60 wies Frank Asner (Seimitsu) die Konkurrenz mit seiner Gojushiho Sho in die Schranken. Bei den Kata-Damen über 50 musste auch Christiane Dahms lernen, dass an Titelverteidigerin Marlis Gebbing (Shirokuma) schwer vorbeizukommen ist. Der Titel ging nicht ganz überraschend auch in diesem Jahr wieder an Marlis.

In der Kumite-Masterklasse fielen leider einige Wettkämpfe mangels Startern aus – gut besetzt waren die Männer bei den Ü30 bis 80 Kg, wo sich Boris Mahn zusätzlich zu seinem Titel in der Kata einen weiteren 1. Platz erkämpfte. Die weiteren Titel gingen an Wolfgang Wittke (Amida), Heike Kloevekorn (Toruko), Frank Kalkbrenner (Karateclub Wedding), Bernd Alscher (Nippon), Caner Korhan (Banzai) sowie Irven-Leroy Krieger (PSV).

Die Ergebnisse der Leistungsklasse

Das Kata-Finale der Damen war in diesem Jahr ein DOKAN-internes Duell zwischen Kerstin Merkert und Vivien Sieradzki. Kerstin konnte sich hier mit einer kraftvollen Gojushiho Sho gegen Vivien durchsetzen, deren Empi noch nicht ganz im Vergleich mit ihrer Gegnerin überzeugen konnte. Bei den Herren kam es zu einem sehr interessanten Vergleich zwischen Titelverteidiger André Wieland (Seimitsu) (Stilrichtung Shotokan) und Ilyass Daiyf (Tsunami Berlin, Stilrichtung Goju- Ryu). Ilyass zeigte eine Kata aus dem Shito Ryu, André eine des Shotokan - beide auf höchstem Niveau. Doch im direkten Vergleich konnte man einen Eindruck davon bekommen, warum auf Wettkampfebene immer mehr Shito Ryus-Katas gezeigt werden.

Die Team-Titel gingen hier an den ACB (Frauen) sowie Shirokuma (Männer und Mixed).

Im Kumite war der SC Banzai natürlich wieder der bei weitem erfolgreichste Verein. Die erfolgreichste Athletin des gesamten Turniers stammt kommt ebenso von Banzai und sie trägt – wen wundert's – den Namen Bugur: Duygu Bugur konnte gleich drei Titel an diesem Sonntag abräumen: Berliner Meisterin in der Leistungsklasse bis 50 Kg, in der Allkategorie und schließlich noch im Team-Wettbewerb. Das gleich gilt für ihren Vereinskollegen Akif Mehmet Bolat, der ebenfalls in seiner Gewichtsklasse bis 84 Kg, der Allkategorie und dem Team-Wettkampf Berliner Meister wurde. Ähnlich erfolgreich war nur Junis Nassar, der in der Leistungsklasse bis 75 Kg und im Team-Wettkampf siegte.

Dass aber auch der SC Banzai nicht alles gewinnen kann, bewiesen in ihren Kumite-Disziplinen die neuen Berliner Meister der Leistungsklasse Aydan Gencer (PSV), Gina John (Berlin Brandenburger Sportverein), Christian Zieris sowie Frank Kalkbrenner (beide Karate Club Wedding).

Außerdem gab es an diesem Sonntag noch weitere Ehrungen: Den dritten Platz in der Vereinswertung des BKV belegte in diesem Jahr Dokan, der zweite Platz ging an Amida, und der erste (natürlich) an den SC Banzai. Außerdem freute sich der BKV über die neuen Schiedsrichter Junis Nasser und Maurizio Fleischer sowie die bestandene A-Prüfung von Hans-Joachim Hartstock. Herzlichen Glückwunsch!

Der Berliner Karate Verband dank allen Helfern, Zuschauern, Aktiven und Verantwortlichen für ihren Einsatz bei diesem Turnier. Und natürlich drücken wir unseren Berliner Meisterinnen und Meistern die Daumen für ihre Wettkämpfe bei den Deutschen Meisterschaften am20.März in Völklingen.

Gerald Wagner, Pressereferent BKV

 
 

 

 

 

 

 
 
 
 
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