Am 23. Januar fanden die ersten Berlin Open statt. Im Unterschied zu den Berliner Meisterschaften waren bei diesem Turnier Karateka aus allen Verbänden und Regionen startberechtigt. Vielleicht hat sich das noch nicht so richtig herumgesprochen, jedenfalls lässt die Teilnahme von auswärtigen Wettkämpfern noch deutlich zu wünschen übrig. Der Attraktivität des Turniers hat dies allerdings nicht geschadet. Der Ausrichter – der Karate Club Wedding – hatte die Veranstaltung in der Halle an der Neuköllner Oderstraße gut organisiert, und auch wenn die Halle bei einem Turnier mit über 200 Meldungen an ihre Grenzen stößt, so freute man sich angesichts der sibirischen Kälte an diesem Tag doch über die kuschelige Atmosphäre direkt neben dem Eisstadion. Erfreulich auch die vielen Zuschauer – man kann sagen: Die Tribünen waren richtig voll.
Und die Kämpfe? Dass manche Vereine nicht ganz so zahlreich vertreten waren, lässt wohl darauf schließen, dass viele dieses Turnier so kurz vor den Berliner Meisterschaften lieber nicht wahrnehmen wollten. Die ganz großen Namen des Berliner Karate Verbandes fehlten bis auf einige Ausnahmen ganz eindeutig. Es war eher so, dass die Vereine die Wettkämpfe als letzten Test vor den Meisterschaften nahmen und auch mal den Nachwuchs und die (noch) nicht so etablierten Athletinnen und Athleten an den Start schickten. Und die nahmen die Sache auch entsprechend ernst.
Während dieser Leistungsvergleich in den Kata-Disziplinen eher ausgeglichen aussah, war die Dominanz des SC Banzai im Kumite mal wieder überragend. Insgesamt gingen daher 24 von 62 ersten Plätzen an die Kämpferinnen und Kämpfer von Meistertrainer Veysel Bugur.
Insgesamt sind die Berlin Open auf einem guten Weg. Das Turnier wird sich zwar noch etablieren müssen im Berliner Turnierkalender, aber es wird auch einen wichtigen Beitrag leisten zur überregionalen Attraktivität Berlins als Karate-Standort. Darum einen herzlichen Dank des Berliner Karate Verbandes an den Ausrichter, die Kampfrichter und alle Unterstützer sowie natürlich an alle Kämpferinnen und Kämpfer für eine gelungene Berlin Open.
Gerald Wagner, Pressereferent BKV |