Shotokan-Prüferlehrgang des BKV

LG_2.jpgDer Prüfer-Lehrgang Shotokan des BKV ist seit längerem fester Bestandteil im Kalender der Stilrichtung Shotokan im Berliner Karate-Verband. Zum Neuerwerb oder zur Verlängerung ihrer C und B-Lizensen kamen auch diesesmal wieder rund 15 Prüferinnen und Prüfer ins Dojo Takuan des ACB nach Hellersorf. Geleitet wurde der Lehrgang wie immer von Shotokan-Stilrichtungsreferente Frank Asner (6. Dan) sowie von Günter Dirks (5. Dan).

Für jemanden, der gerade erst eine Prüferlizenz erworben hat, ist dieser Lehrgang die beste Gelegenheit, erste Erfahrungen als Prüfer zu erwerben. Und die "alten Hasen", die schon viele Jahre erfolgreich Prüfungen durchführen, haben hier die Möglichkeit, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Außerdem entwickelt sich das Karate weiter, es stellen sich neue Themen (Ältere Menschen im Training und der Prüfung, Integration von Menschen mit Behinderungen z.B.), Inhalte ändern sich bzw. werden anders geprüft. Auch der Prüfer muss gelegentlich mal wieder geprüft werden - und das geschieht bei diesem Lehrgang.

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Gleich zu Beginn stellte Frank Asner fest, dass es zumindest von der Bürokratie positives zu melden gibt: Der Rücklauf nach den Prüfungen ist zufriedenstellend. In der Regel sollten die Prüfungsmeldungen innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Prüfung beim Stilrichtungsreferenten sein. Das klappt auch im wesentlichen. Trotzdem nochmals die Mahnung von Frank: Erst ein bis zwei Monate nach der Prüfung - das geht gar nicht!

Ein weiteres Thema des Lehrgangs war die Durchführung des Jiyu-Kumites (Freikampf) in der Prüfung. Das Prüfungsprogramm ist an dieser Stelle nicht sehr präzise und lässt daher Raum für recht verschiedene Formen diese Kumites. Erkennbar wurde, dass es sowohl eher wettkampforientierte Versionen gibt (also mit Schützern und im Rahmen der Wettkampfregeln des DKV) als auch eher "traditionellere Formen", die sich dabei mehr an das Jiyu Ippon Kumite halten. Natürlich sind beide Formen gültig - eine Vereinheitlichung ist hier also auch nicht nötig. Aber natürlich gilt für das Jiyu Kumite das gleich wie für alle anderen Bestandteile des Püfungsprogramms: Was geprüft werden muss, muss vorher auch trainiert worden sein. Und da die meisten PrüferInnen auch TrainerInnen in ihren Vereinen sind, ergeht der Appell an alle, diesen Bestandteil des Prüfungsprogramms nicht weniger zu trainineren als Kihon und Kata. Dass jeder Verein dabei gewisse Schwerpunkte setzt, ist dabei natürlich berücksichtigt.

In den Prüfungen zeigten die Prüflinge gute und zum Teil auch sehr gute Leistungen. Das galt auch für die DAN-Prüfung, die am Samstag von Bernd Hartlieb und Frank Asner durchgeführt wurde.

Dank wie immer an Kathrin Brachwitz und ihren Verein, die wie immer einen für diesen Lehrgang perfekten Rahmen boten. Und herzlichen Glückwunsch an alle Kyu- und DAN-Prüflinge zur bestandenen Prüfung!

Gerald Wagner, Pressereferent BKV