Shotokan-Prüferlehrgang des BKV

sho8_300.jpgPrüfungen sind der Spiegel des Trainings. Geprüft werden kann nur, was auch trainiert wurde. Darum sollten alle Trainerinnen und Trainer wissen, was die DKV-Prüfungsordnungen sich da so gedacht haben. Auch sollten Prüfer-Lizenzen immer wieder erneuert werden, und auch ein Prüfer muss sich regelmäßig prüfen lassen. Am vergangenen Wochenende stellten sich deshalb 15 Prüferinnen und Prüfer des Shotokan dieser Aufgabe.

Unter Leitung von Stilrichtungs-Referent Frank Asner fand man sich dazu wieder im Dojo Takuan des ACB in Hellersdorf ein, dessen Karateka dem Lehrgang gewissermaßen als "Übungsmaterial" dienten. 40 junge und etwas ältere Prüflinge aus dem ACB und einigen anderen Vereinen traten an, um sich zunächst am Samstag und dann nochmal am Sonntagmorgen gemeinsam mit den Lehrgangsteilnehmern auf die Prüfung vorzubereiten.

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Zunächst jedoch fand zum Auftakt des Lehrgangs ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch der Prüfer statt. Ob "Novize" oder altgedienter B und A-Prüfer – hier konnte jeder seine Gedanken zu allen Aspekten des Prüfens loswerden: "Es gibt keine dummen Fragen", stellte Frank Asner klar. Aber jedenfalls gibt es Fragen, die immer wieder gestellt werden. Kann man, sollte man auch mal jemanden durchfallen lassen? Wie geht man mit Anerkennungen von Graduierungen anderer Verbände um? Und wie wird man Prüflingen gerecht, die andere körperliche Voraussetzungen mitbringen, also etwa Ältere oder Behinderte?

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Wichtig ist, das stellte Frank Asner klar, ist immer eine gute Vorbereitung der Schülerinnnen und Schüler. Dann sollten sich manche Probleme gar nicht erst stellen. Egal, ob es Prüflinge aus dem eigenen Verein sind oder aus einem anderen.

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Insgesamt verliefen die Kyu-Prüfungen zu großer Zufriedenheit der Prüferinnen und Prüfer. Man konnte sehen, dass das beste Mittel gegen Prüfungsstress eben doch eine entsprechend gute Vorbereitung ist. Dann kann man seine Leistungen auch vor völlig fremden Prüfern selbstbewusst und konzentriert rüberbringen. Dafür gehört vor allem den Kindern unter den Prüflingen größter Respekt.