Shotokan-Lehrgang mit Schahrzad Mansouri und Sigi Hartl beim ACB

titel.jpgBKV-Präsidentin Kathrin Brachwitz feiert ihr 25-jähriges Karate-Jubiläum - tatsächlich ein Grund zum Feiern und hochkarätigen Besuch: Endlich waren mal wieder Schahrzad Mansouri und Sigi Hartl (beide 5. Dan) in Berlin und zeigten bei einem Shotokan Kata-Spezial Lehrgang beim ACB ihr herausragendes Können. 

Sommersonnenwende -  längster Tag im Jahr. Das brauchen wir auch heute in Berlin um alles unterzubringen. Riesenveranstaltungen finden statt : Mehrere Umzüge zum Christophers Street Day, Fete de la music, Public Viewing anlässlich des WM-Spiels Deutschland-Ghana und  der Karate Lehrgang mit Schahrzad Mansouri und Sigi Hartl beim ACB.

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25 Jahre! Nach einer sportlichen Karriere im Handball entschied Kathrin sich zum Glück für Karate und da sie nichts halb macht, wurde sie Abteilungsleiterin der Karate-Gruppe im ACB und schließlich Präsidentin des BKV. In dieser Funktion scheint es ihr meist gut zu gehen, dem Verband tut sie auf jeden Fall gut. Sie hat ein Super-Präsidiums- und Referententeam um sich versammelt, welches ständig motiviert, gut gelaunt und selbstkritisch an sich und miteinander arbeitet. Größere Turniere gelingen uns nicht übel, die Sportler des BKV sind sehr erfolgreich unterwegs und unserer kleiner Berliner Verband kann sich sportlich hervorragend im Bundesverband behaupten. 

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Ein guter Auftakt am frühen Samstag ist das Buffet, welches gleich im Eingang aufgebaut wurde. Die Kinder der ersten Karate-Einheit brauchten das wohl nicht bei Schahrzads aufmunterndem Training. Sie versteht es wirklich mit Kindern umzugehen, bezieht sie ständig durch Fragen ins Training mit ein und geht immer humorvoll mit den Jüngsten um. Nebenbei kann man lernen, dass sogar ein „Hampelmann“ elegant aussehen kann. Ehe man sich versieht, ist man von der spielerischen Aufwärmphase beim Karate angekommen, was sie ganz schnell wieder durch befreiendes Rennen auflöst. Hier haben wir Spannung und Entspannung in Reinkultur - den Kindern entsprechend in kurzen Intervallen. 

Später gibt es noch eine Übung des schönen, des konzentrierten, fröhlichen, traurigen Gehens. Toll, dass nebenbei noch gelernt wird, Gefühle zu zeigen und wahrzunehmen. Die Motorik wird sowieso permanent in alle Richtungen geschult, das alles verläuft spielerisch und Schahrzad hat die Gruppe von Anfang an bestens im Griff. Laut-leise, ein Gegensatzpaar, die Kinder können laut schreien, dann wieder muksmäuschenstill sein. Kein Trainer soll sagen, er könne nicht von Schahrzad lernen. 

Nahtlos setzte sich dieses Training fort in der Mittel- und Oberstufe. Heian Yondan und Godan wurden trainiert, dann Chinte und Jiin. Letztere keine ganz "gewöhnlichen" Katas - für manchen eine besondere Herausforderung, gehören sie doch nicht gerade zu den "klassischen" Shotokan-Katas, die man sozusagen im Schlaf können sollte. Gelehrt wurde das in der typischen Form - zunächst Kata-orientiertes Kihon mit unmittelbarer Anwendung am Partner, und erst dann darauf aufbauend die gesamte Kata. Das ist mittlerweile so üblich, und sollte auch zum Standard im Vereinstraining geworden sein. 

Bei Scharzad und Sigi ist das immer sehr anspruchsvoll, es herrscht ein hohes Tempo vor, geübt wird mit sehr viel Variationen und auf höchstem Niveau. Beide sind auf ihre ganz verschiedene Art äußerst intensive Trainer. Man merkt, dass ihre Ansprüche an sich und ihr Karate extrem hoch sind. Aber es ist auch, das muss man so sagen, einfach ein Genuss, sie dabei zu beobachten. Shotokan in Perfektion. 

Die Gelegenheit zur DAN-Prüfung nahmen sieben Karateka wahr. Alle bestanden die Prüfung mit Bravour. Dazu gratulieren wir ganz herzlich.

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