Kralle, Pratze und Koordination: 6. Berliner Selbstverteidigungs-Tag bei Shirokuma Berlin

INBOX45195e6b24385619169f33670ec96bcc92e28.jpgAm 17. Januar fand in Charlottenburg der von Shirokuma Brandenburg e.V. ausgerichtete 6. Berliner Selbstverteidigungstag mit dem Trainerteam Andrea Krogmann, Martin Hnatek, Carsten Brunner und Kilian Strauss sowie Sonja Grunow statt.

Die über siebzig jugendlichen und erwachsenen Teilnehmer, zu denen auch die Präsidentin des Berliner Karate Verbandes Kathrin Brachwitz, der Berliner Stilrichtungsreferent/Shotokan Frank Asner, die Frauenreferentin des BKV e.V. Christiane Dahms aber auch die Bundesfrauenreferentin Marlis Gebbing gehörten, andere waren sogar aus Niedersachsen angereist, bekamen in insgesamt sechs Trainingseinheiten ein sehr abwechslungsreiches Training in Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und körperlicher Fitness geboten.

Im ersten Training des SV-Tages führte Kilian Strauss die Teilnehmer in die realistische Anwendung der fünf ersten Karate Heian Kata ein. Dabei zeigte Kilian unter anderem, wie man grundlegende Karate Abwehrtechniken, wie Gedan Barai oder Age Uke auch als Befreiung oder als direkte Kontertechnik, anwenden kann. Zudem unterstrich er, wie wichtig die direkte Annahme von Angriffen ist, um die Möglichkeit weiterer Techniken im Ansatz zu unterbinden.

Danach zeigte Martin Hnatek die Grundlagen des Anti-Terror Kampfes (ATK). Dabei konnten die Teilnehmer eindrucksvoll die schmerzhafte Wirkung der „Kralle“ erfahren, d.h. ein direkter Griff mit gekrümmten Fingern auf die Hautnerven eines Angreifers. Außerdem übten sie die Befreiung von Würgern und Fassen. Schließlich führte sie Martin in die Anwendung von einfachen Waffen, wie dem Kobutan und dem Stock, ein.
Nach einer kurzen Mittagspause setzte Andrea Krogmann den SV-Tag mit Kickbox Übungen fort. Dabei trainierten die Teilnehmer zunächst eine Reihe von Faustschlägen und Fußstritten, bevor sie diese an Pratzen und schließlich in einem sehr schweißtreibenden Zirkeltraining anwenden konnten.

In der letzten Trainingseinheit für Trainer führte Carsten – nach kurzen theoretischen Ausführungen zum Koordinationstraining - die Lehrgangsteilnehmer in Koordinationsübungen mit stetig steigendem Schwierigkeitsgrad ein. Die Übungen zielten auf die Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination ab. Gleichzeitig kann bei regelmäßiger Anwendung solcher Übungen die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit von Sportlern spürbar gesteigert werden. Um 17:15 Uhr verließen die Teilnehmer die Halle mit rauchenden Köpfen und hoffentlich einigen Ideen für den Aufbau und den Nutzen von Koordinationsübungen im Karate- und Selbstverteidigungstraining.

Parallel zu den oben genannten Trainingseinheiten fand in der kleinen Halle das Selbstbehauptungstraining für Kinder und Jugendliche bei Sonja statt. Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich hier mit Themen wie z.B. „Nein-Sagen-Können“ und „Guten und schlechten Geheimnissen“ aber auch Übungen zur Stimmbildung und Aufmerksamkeit standen auf dem Programm. Nach der Mittagspause beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen mit einfachen Selbstverteidigungsübungen wie z.B. das Lösen von Griffen am Handgelenk oder dem Verhalten bei Schubsen und Stoßen. Schweißtreibend wurde es für die Youngsters noch einmal, als sie Fallübungen nach hinten mit anschließendem Aufstehenden ohne Einsatz der Hände und Arme üben mussten. Hier legte der Trainer Carsten viel Wert darauf, dass während des Aufstehens die Hände und Arme zum Schutz vor dem Gesicht waren.
 
Shirokuma freut sich auf die Ausrichtung des 7. Berliner SV-Tages am Samstag, den 16. Mai 2015.

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