Kata-Nachwuchsturnier des BKV

Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung spürt man manchmal, dass Berlin – na ja, sagen wir mal: eben doch sehr groß ist. Und wenn man aus dem Westen oder Süden kommt, ist Karow darum ziemlich weit weg. Kommt man dagegen etwa aus Hellersdorf oder Weissensee sieht das schon anders aus. Also liebe Westberliner: Freut euch, dass wir auch in Bezirken wie Karow so tolle Sporthallen haben und hört auf, euch für die Mitte der Stadt zu halten! Solche Hallen wie die der Robert Havemann-Oberschule, wo am kommenden Samstag auch die Berliner Meisterschaften stattfinden werden. Für die Austragung von Karate-Turnieren jedenfalls ein perfekter Ort – hell, wunderbarer Boden und viel Platz fürs Publikum.

250 Starts

Das Kata-Nachwuchsturnier des Berliner Karate-Verbandes findet seit 2009 zweimal jährlich statt, inzwischen mit 250 Starts und 11 Mannschaften, was im Vergleich zum letzten Jahr eine erfreuliche Steigerung bedeutet. Der Sinn des Turniers ist klar: Dem Nachwuchs eine Gelegenheit geben, Turniererfahrung zu sammeln, ohne gleich von den Spitzensportlern auf die hinteren Plätze verwiesen zu werden. Natürlich betrifft das vor allem Kinder und Jugendliche, auch wenn man einige Starter in den Kategorien der Senioren sehen konnte. Wenn im Herbst dann das nächste Nachwuchsturnier stattfinden wird, werden wir hoffentlich viele dieser Talente wiedersehen.

Herausragend: U18 Masterklasse

Das sportliche Niveau der Wettkämpfe hatte natürlich nicht das Niveau etwa einer Berliner Meisterschaft oder eines Shotokan-Cups. Das war aber nicht der Maßstab dieser Veranstaltung. Wobei man sagen muss, dass bei den Junioren und Juniorinnen der U 18 Masterklasse einige bekannte Gesichter antraten. Herausragend dabei Maximilian Schade und Ron Schachtschneider vom ACB, die Shotokan-Katas auf höchstem Niveau zeigten.

Insgesamt eine absolut gelungene Veranstaltung, die richtig Spaß machte und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sichtbar Freude brachte. Das sagten auch:

Heiko Kuppi, amtierender Deutscher Meister Kata der Masterklasse : „Sehr gut war der zügige Ablauf auf vier Kampfflächen, das hat sich eindeutig bewährt. Sehr gut war auch die vorgezogene Siegerehrung für die Jüngsten, das brachte Ruhe in die Halle und war auch schön für die Kinder. Tischbesatzungen und Organisation durch Toruko und DOKAN waren prima. Das sportliche Niveau fand ich gut bis sehr gut. Auch die Bandbreite der teilnehmenden Vereine war schön, man sah auch mal Starter von Vereinen, die nicht immer dabei sind. Da half auch die angenehm niedrige Startgebühr. Also alles in allem ein wirklich gelungenen Turnier.“

Hans-Hagen Springer, Wettkampfleiter : „Das Turnier war eine gute Werbung für unseren Sport und die Teilnahme an Wettkämpfen. Hier kann jeder mitmachen, wir gehen auf die Vereine zu, und die Resonanz ist sehr erfreulich. Und wir sind prima in der Zeitplanung geblieben!“

Murat Salbas, Landestrainer Kumite, Kampfrichterreferent des BKV und Ausrichter mit Toruko SV Berlin e.V. : „Wir haben es geschafft, hier zwei Lizenz-Kampfrichter pro Kampffläche zu bekommen, darunter mit Fodé Cissé und Andreas Hess zwei Bundeskampfrichter, das finde ich großartig von unseren Kampfrichtern und zeigt, dass dieses Turnier sehr ernst genommen wird. Erfreulich auch die große Zahl von Kampfrichter-Anwärterinnen und Anwärtern heute.“

Kathrin Brachwitz, Präsidentin des BKV : „Es war heute hier eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit viel erfreulichem Nachwuchs im Kinder- und Jugendbereich. Die Organisation war sehr gut, wir sind im Zeitplan geblieben und freuen uns schon auf die Berliner Meisterschaften hier in der Halle am kommenden Wochenende. Danke an alle Helferinnen und Helfer, Kampfrichter, Trainer und natürlich das Publikum!“

Gerald Wagner, Pressereferent BKV