Karate: Suche nach der Einheit von Kampf und Kunst

origami.jpgStockkampf, Aikido, Reiki, Go und Origamie – nicht gerade das, was man sonst bei einem Karate-Lehrgang erwarten würde. Dass das alles aber zusammengehört und einen gemeinsamen Ursprung hat, zeigte das Berliner Karate & Kampf(-KUNST)-Meeting, das jetzt bereits zum sechstenmal von Shirokuma Steglitz veranstaltet wurde.

18 Lehrende, mehr als 40 Einheiten: Das Kampfkunst-Meeting von Shirokuma hat sich wirklich beeindruckend entwickelt. Geprägt von dem Gedanken, dass die Kampfkünste in ihrem Kern zusammengehören und unsere heute so typische Spezialisierung diesen Ursprüngen eigentlich völlig widerspricht, bietet dieser Lehrgang wirklich alles. tsuki1.jpg

Auch wenn der Schwerpunkt nach wie vor bei den Shotokan-Katas liegt, findet man hier eben auch Goju-Ryu-Katas, Selbstverteidigung und Kumite. Dazu Ausblicke in andere Disziplinen wie Stockkampf und Aikido. Desweiteren Künste wie Origami, Kalligraphie und Sumi-e, sowie die Praxis des Riki und das Go-Spiel. Eine solche Vielfalt ist wirklich einmalig, bietet sie doch jedem Teilnehmer die Möglichkeit, bereits Bekanntes zu vertiefen, neues kennenzulernen und dabei vielleicht tatsächlich zu spüren, was all diese Dinge in ihrem tiefsten Wesen verbindet. martin.jpg

Auf jeden Fall war dieser Tag ein tolles Gegenmittel zum größten Feind jedes Karateka: Routine und Selbstüberschätzung. Man muss nämlich nur ein wenig links und rechts schauen, dann merkt man schon, dass man vielleicht in der eigenen kleinen Nische der Kampfkünste ein großer Meister ist – aber von so vielen anderen Dingen gar nichts weiß. Das macht dann wieder bescheiden und motiviert zum weiterlernen. Dafür herzlichen Dank an Shirokuma Steglitz und alle Dozentinnen und Dozenten dieses Tages.go.jpg

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