Hidetoshi Nakahashi in Berlin

Berlin_Nakahashi2016_2.jpgAm Wochenende vom 28. Mai lud Shito Ryu Berlin zum Bundeslehrgang mit Hidetoshi Nakahashi (9. Dan) nach Berlin, assistiert wurde ihm von Carlos Molina (8. Dan). Bereits am Freitag wurde in Anwesenheit des Meisters und vieler Gäste in einer feierlichen buddhistischen Zeremonie das neue Dojo Shin Gi Tai eingeweiht und gleichzeitig des Ablebens von Kenei Mabuni gedacht.

Im Lehrgang ging es dann auch um das Vermächtnis der Mabunis, so wurden speziell die kleinen, von Kenwa Mabuni geschaffenen Kata wie Aoyagi, Miyojo, Shinpa und Yurokku mit Bunkai geübt.

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Kurzer Rückblick in die Geschichte:

In den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts unterichtete Kenwa Mabuni an einem Mädcheninternat in Osaka. Damals war Budo reine Männersache. Um den Schülerinnen seine Technik näher zu bringen, verzichtete Kenwa Mabuni z.B. in Aoyagi auf Tzukis, die als agressiv galten, und entwickelte mit Ellebogenstößen und Hebeltechniken Verteidigungsmöglichkeiten jenseits des Fauststoßes. Aoyagi (die Weide) ist auch ein Symbol für Geschmeidigkeit. Während beim Taifun andere Bäume brechen, kann die Weide durch ihre Biegsamkeit bestehen.

Im Kontrast zu den kleinen Kata kam Nakahashi dann zu Chatanyara Kosokun, die älteste und längste Form aus der Kosokun Reihe. So navigierte Meister Nakahashi die Karateka durch die Shito Ryu Historie. Merci Maitre Nakahashi für ein großartiges Wochenende des Karate Do!

Danke auch unseren vielen nationalen und internationalen Gästen für ihren Einsatz!. Anschließend wurde in der Reichenbergerstraße 124 im Hof vom Shin Gi Tai Kai e.V. gebührend gefeiert.

Mit dabei mit neuem DKV Dan: Sabine Kita (4. Dan), Petra Kita, Randolf Behnke und Tobias Russell (alle 1. Dan). Gratulation!

Johannes Köster