17. Internationaler Banzai-Cup in Berlin

Banzai_klein.jpgAm 3. und  4. September fand der Banzai Cup im Horst-Korber-Sportzentrum statt. Damit gab es in Berlin wieder ein Karate-Turnier der Superlative, ein Highlight im deutschen Karate-Geschehen. 1211 Sportler*innen aus 31 Ländern gaben sich ein Stelldichein. Dänemark, Schweden, die Slowakei und Schottland schickten ihre Kaderathlet*innen und viele deutsche Landesverbände entsandten ihre Besten. Auch Turkmenistan war mit einer sehr guten Auswahl von Karateka vertreten.

Somit war ein hochkarätiges Niveau gewährleistet. Die Ukraine war aus bekannten Gründen leider nicht im gewohnten Maß personell stark besetzt, jedoch konnten die wenigen Sportler*innen gute Erfolge für sich verbuchen.   

Ein beachtliches Team aus Australien scheute ebenfalls nicht die Reise um die halbe Welt. Ein Blick in den Medaillenspiegel ( https://www.sportdata.org/karate/set-online/popup_main.php?popup_action=medals&vernr=6209&active_menu=calendar ) zeigt, dass der Aufenthalt als sportlicher Erfolg gewertet werden kann.

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Ein Akzent bei der planmäßigen Eröffnung des Turniers am Samstag um 9:00 Uhr war leider durch den frühen Tod von Veysel Bugurs ehemaligem Trainer Bernd Herrmann gesetzt. Veysel zeigte sich sehr betroffen von dem Verlust und würdigte ihn an dieser Stelle mit einer kleinen Rede und einer Schweigeminute.

Vielleicht ist es aber auch die tiefe Verbundenheit zu anderen Menschen, die den Verein Banzai und den durch den Verein gestalteten Banzai-Cup ausmacht. Ein solches Turnier ist insbesondere einem starken Gemeinschaftsgefühl zu verdanken. Die Kraftanstrengung angesichts der gesamten Organisation kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und tatsächlich sieht man auch nach Jahren immer wieder die gleichen Menschen wie Armin Eiffert, Dr. Schumann, Robert Giegler und natürlich das Versorgungsteam, die beim Turnier Einsatz zeigen.

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Nicht zu unterschätzen ist sicher auch die ständige Eigenmotivation und die Motivation anderer. Ein wenig Mut zur Lücke und Rechentalent gehören ebenso dazu, da die Kosten für solche Veranstaltung nicht unerheblich sind.

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Wie auch immer – das Gute setzt sich glücklicherweise manchmal durch – und umso länger ich den Banzai-Chef kenne, umso mehr Respekt bringe ich ihm entgegen. Das Turnier, welches seit etwa 10 Jahren zu den größten in Deutschland zählt, hat wieder alle Erwartungen erfüllt und wird von einigen Verbänden als Vorbereitungsparcours für die großen Qualifikationsturniere genutzt, die in die Weltspitze führen. Sehr angetan zeigte sich Veysel Bugur von den anspruchsvollen Leistungen der Nachwuchssportler*innen.

Lasst uns hoffen, dass die Pandemie unser Leben nicht weiterhin im Klammergriff hält und der 17. Internationale Banzai-Cup den Auftakt darstellte für weitere spannende Turniere in Berlin.

Verfasst von Brigitte Benjes